ARCHIV 2009

"Das Beängstigendste aber war der Türsteher.
Groß wie ein Schrank, aus dem Kopf ragte ein rostiger Nagel,
und aus den Nasenlöchern lief eine Flüssigkeit, die nach Holzleim roch."
 

Stadtreporterin Lilly Z. über einen illegalen Hinterzimmerclub
 kurz vor der polizeilichen Schließung

Foto: Nadja Ritter

10. Dezember: Provokante Weihnachten

Schon wieder Weihnachten! Traditionell begeht man diese im StirnhirnhinterZimmer mit andächtigen Geschichten und illustren Gästen. Der Knecht Ruprecht der deutschen Fantasyliteratur, Tobias O. Meißner, kam da gerade recht. Er gab eine gepflegte Fantasygeschichte mit Elfenbögen, Geschenken, Schurken und jeder Menge Schnee zum Besten. Ansonsten ließ die Lesung - dem Thema eingedenk - Besinnlichkeit eher vermissen. Ein wütender Weihnachts-Rant in einem Satz (Hoffmann), der dauergeile X-MAS-MAN im Kampf gegen terroristische Weihnachtswichtel (Koch), und natürlich Big Bob und General Jihad, die die Welt vor dem Untergang retten (v. Aster).
Nach der Pause: der Elfengeschichte zweiter Teil (Meißner), ein hochgefährliches Messer namens Usambara-Taschennashorn in falschen Händen (Hoffmann), eine kleine Kinokritik anlässlich des Trends der Gesellschaftsspielverfilmungen (Koch) und ein weiteres afrikanisches Ziegenmärchen (v. Aster). Welch provokanter Jahresausklang. 2010 kann kommen!

28. November: StirnhirnhinterZimmer ON TOUR 

Zu Gast in Sigmaringen: DONAUGROLLEN

Ins Land der Hohenzollern verschlug es das StirnhirnhinterZimmer am Jahresende. Anlässlich des Kulturherbstes lasen Hoffmann, Koch und v. Aster im Hoftheater, akkustiv unterstützt von dem ausgezeichneten Tonmann Cornelius. Die grollende Donau, Herr Bodycount auf Freiersfüssen, Usambara-Taschennashörner und Kaffeefahrtnazis, teure Tulpen in Zeiten der Finanzkrise - und das allein in der ersten Hälfte des Abends. Anschließend wurde noch tatkräftig die Weihnachstgeschichte vom Apostel Boris umgeschrieben, der Stasispitzel Corniaud mit seinen Camouflagekopfhörern losgeschickt, eine Pizza an Hitler-Doubles ausgeliefert, und ein reimender Terrorist klagte aus seinem Berufsalltag. Soviel schwarze Schurkenstücke hat man am Ufer der Donau sicher lange nicht vernommen ...

12. November: Camouflagekopfhörer

Ein, zugegeben, selten dämliches, allein durch die Presse aufokroyiertes Thema beflissigte Boris Koch in diesem Monat, wieder einmal das Weite zu suchen. Um so wackerer sperrten Christian von Aster und Markolf Hoffmann ihre Lauscherchen auf und präsentierten allerlei Unerhörtes aus der Welt der Militärkopfhörer. Letztere entdeckt der unfähige Stasispitzel Egon Corniaud in einem Volksgnomonat (Hoffmann), derweil ein emsiger Elektronikexperte nach einer Zeitreise seinem großen Vorbild Gutenberg gegenübertritt (v. Aster). Dann folgte - unterbrochen durch die Pause, in der die Zuhörer ihre Kopfhörer ausputzen konnten - die extremstepische Elfengeschichte um eine Feste im Wald (Hoffmann), ein afrikanisches Märchen um eine Killerziege (v. Aster) und die geheimnisvollen Schwingen der Ikarener (ebenfalls v. Aster). Koch hingegen teilte per Brief mit, dass er sich auf die Spuren des legendären Camouflagekopfhörers von John Rambo begeben hatte. So kann man die Zeit natürlich auch herumbringen ...
Eine wahrlich unerhörte Lesung, die die Zuhörerschaft formschön in die Weihnachtszeit geleitete.

9. Oktober: Gliedmaßenmikado

Ein Thema, wie es sich wohl nur ein Boris Koch ausdenken kann! Das lockte sogar das Radio herbei, und ein besonders agiler Journalist mit Camouflagekopfhörern robbte investigativ vor dem Stirnhirntischchen umher, um die Geräusche diverser Gliedmaßen zu erhaschen, die nun in Bewegung gerieten. Am japanischen Hof erhebt der Gliedmaßenmikado eine höchst umstrittene Steuer auf Körperteile (v. Aster), der brave Herr Flieder durchleidet kafkaeske Träume und lässt obskure Plakate drucken (Koch), und ein sechsarmiger Mann führt seinen gelbfelligen Hund Guido auf einer Müllhalde Gassi (Hoffmann). Zudem betätigte sich der lebenslustige Falstaff als Pilger (v. Aster) ...
In der Pause konnte das Publikum nach Luft schnappen und der Journalist seine Gliedmaßen und Kopfhörer entspannen. Aber auch die zweite Hälfte barg mikadohafte Wortminiaturen: Hauszombie Ewald entdeckt die Bundespolitik (Koch), ein Mädchen mit blauen Handschuhen fährt nach Altmooren, um ihren Vater wiederzusehen (Hoffmann), und das böse, böse Backwerk führt seinen finalen Streich, um die Weltherrschaft zu erlangen (v. Aster). Hoffentlich hat der Herr mit den Camouflagekopfhörern alles sorgsam auf Band festgehalten ...

10. September: Elvis' letztes Geheimnis

Der King lebt! Um dies zu beweisen, hatte die Rock'n-Roll-Fraktion des StirnhirnhinterZimmers zwar Günni in die Wüste geschickt, dafür aber einen exqusiten Gast eingeladen, den aufstrebenden Krimiautoren Florian Scheibe. Scheibe zeigte sich dann auch in seiner wilden Zeitreisefabel äußerst sangesfreudig und ließ Elvis auf die britische Königin Elisabeth I. treffen, was zu derben Badezimmerspielchen führt. Koch gab eine seiner beliebten Kindheitsgeschichten zum Besten, in denen eine Gruppe Jungs den logischen Gedankensprung vn Superman zu Elvis Presley wagt. Von Aster suchte hingegen das Mysterium eines rosalackierten Wartburg zu entschlüsseln, und enthüllte das bislang unbekannte Konzert des Kings in der DDR. Hoffmann wiederum erzählte vom legendären Gipfeltreffen der Beatles mit ihrem Idol Elvis Presley, wobei etliche Musikerrippen zu Bruch gingen.
In der zweiten Hälfte des Abends: ein alter Mann beichtet den familiär wohlwollend aufgenommenen Mord an seiner ungehobelten Tante (Scheibe), das böse böse Backwerk vom 13. August erhielt tatkräpfige Unterstützung (v. Aster), und eine Reminiszenz an das westdeutsche Fernsehen der 1980er Jahre enthüllte die datentechnisch bedenklichen Tätigkeiten von Hallo Spencer (Hoffmann). Was wohl der King dazu gesagt hätte?

13. August: Krisensymptome

Gutgelaunt in die Wirtschaftskrise zogen die drei StirnhirnhinterZimmerer an diesem schwül-heißen Augusttag. Während sich das reichlich vorhandene Publikum vor den Fährnissen der Krise mit einer Portion Stirnhirnliteratur schützen wollte, wurde diese längst auch der Bühne sachkundig bewältigt; etwa durch Satanisten, die angesichts der düsteren Stimmung ihren Herrn und Meister in einem bösen, bösen Backwerk beschwören (v. Aster), oder durch eine Tulpenmanie, die den Herzog von Braunschweig und Lüneburg in Holland zu einem reichen Mann macht (Hoffmann). Auch ein Drachenmythos fehlte nicht (Koch), der diese Krise nochmals symbolisch umriß.
Aber auch nach der Pause wurde munter weitergekriselt: ein Azubi hütet kleine süße Krisensymptome und läßt versehentlich die apokalyptischen Reiter los (Koch), ein Teufel mit Höllenherz sehnt sich nach seiner Flucht aus dem Käfig (v. Aster), und der finstere Kamellemann jagt Kindern Alpträume ein (Hoffmann). Wenn das mal keine Rezepte gegen die Krise sind!

9. Juli: Pandemienpoker

Das Thema hatte sich bis in die Besetzung durchgeschlagen und Markolf Hoffmann und Christian von Aster ins QuarantänehinterZimmer verschlagen. Abgeschottet von Außenwelt und der Stirnhirngemeinde gelangte nur ein Brief von Hoffmann an Koch durch die Sicherheitsschleusen, in der Hoffmann im Fieberwahn vom Nachwuchsschreiber Koch delirierte (vorgetragen von Koch). Anschließend phantasierte Gaga-Gast Simon Weinert als Aster-Double von der Apokalypse, wurde das Märchen von Rotkäppchen richtiggestellt (Koch), die Gedanken einer Tür dargelegt (von Hoffmann-Ersatz Christopher Kloeble) und in der Mottenkiste gekramt, wo außerirdische Killerkühe und ein pokerspielender Marsianer entdeckt wurden (Koch).
Nach der Pause folgten themenfern eine wenig idyllische bayrische Dorfgeschichte um einen jungen Schrittezähler von beinahe hoffmannschen Ausmaßen (Kloeble) und die Erlebnisse des unerfahrenen Neugymnasiasten Karlheinz im Sexualkundeunterricht (Weinert), ehe der Abend mit einem kurzen Gedicht beschlossen wurde (Hoffmann, vorgetragen von Koch).

11. Juni: Schlecht zensiert ist halb moralisch

Unter den strengen Augen der Zensurbehörde, deren Aufmerksamkeit das Stirnhirnhinterzimmer in der jüngeren Vergangenheit durch diverse politische, sexuelle und geschmackliche Verfehlungen geweckt hatte, fand sich die Belegung ein, um innerhalb der engen Grenzen der Zensur zu lesen.
Während Herr Hoffmann sicherheitshalber zensiert worden war, hatten Herr Koch und Herr von Aster mit Frau Kathleen Weise sicherheitshalber auf einen moralisch weitgehend unbedenklichen Gast zurückgegrifen.
So kam dann zunächst ein Brief der Zensurbehörde aus der Feder von Sachbearbeiter Hoffmann zum Vortrag, gefolgt von einer bibliophilen Zensurumgehungstrickgeschichte Frau Weises mit dem Titel Meerschweine, auf die Herr Koch mit den Liebesromanambitionen seines Hauszombies Ewald konterte. Herr von Aster beendete die erste Hälfte einfühlsam mit Theiresias, einer zivilisationskritischen Science-Fiction-Geschichte.
In der zweiten Hälfte ließ von Aster Die Rote Galeere vom Stapel. Es foglte Ein böser Wind, und nach derlei Piratenunflätigkeiten offenbarte Herr Koch - keinesfalls beischlafsfrei - Die Wahrheit über Sodom. Herr von Aster trieb hernach Die Nebelmänner balladesk über die Wiese, und Frau Weise und Herr Koch lasen aus ihrem frisch gelegten Buch Der Königsschlüssel. Nachdem das Zensurbonuspunkteheft beinahe voll war, beendet Herr von Aster mit Die Schlimmsten aller Piraten den Abend, und dann wurde dazu übergegangen, das Publikum zu zensieren.
Alles in allem ein Triumph des guten Geschmacks. Irgendwie.

14. Mai: This is Art!

Ungewöhnt kulturtragend und ernst gab sich das StirnhirnhinterZimmer im Mai und schickte zu diesem Behufe nicht nur Boris Koch ins Stadion, sondern lud sich zudem den Schauspieler Frank Dukowski als Gast ein. Und so konnte der Abend beginnen, sich selbst als Kunstwerk genügend, l'art pour l'art, und das vor ausverkauften Reihen. Von sexuellen Obsessionen in obskuren Kunstgalerien war zu hören (Hoffmann), von den grossen Wundern der Plastination in den Händen eines Leichen-Beuys (Dukowski) und von Bohemians im Quartier Latin (v. Aster). Da ging dem Publikum freilich der Sauerstoff aus, und die Pause wurde eingeleitet.
Auch hernach gestaltete sich der Vortrag als kulturell wertvoll. Diverse Narrenpossen (v. Aster) wurden flankiert von - wieder einmal - an Bartlosigkeit und Trollhunger verzweifelnden Zwergen (ebenfalls v. Aster); eine Zigarre, die gar keine ist, führt zum Exitus einer Beziehung und eines Museumswächters (Dukowski), und der abwesende Kollege Koch verriet seine jüngsten PR-Tricks, die ihn zur Fußmatte eines bekannten schwedischen Möbelhauses degradierten (vorgetragen von Hoffmann).
Somit wieder ein gelungener und erquickender Abend, der dem geduldigen Publikum wertvolle Anstösse gab - was nun wiederum keine Kunst ist. Denn anstössig ist und bleibt das StirnhirnhinterZimmer selbst dann, wenn kein Koch in der Nähe ist.

9. April: 50 Jahre StirnhirnhinterZimmer - Das Jubiläum

Selbstreferentiell bis zum Abwinken war die fünfzigste Lesung im StirnhirnhinterZimmer. Schon zu Beginn stimmte Markolf Hoffmann mit dem ernsten Gedicht 50 auf diese denkwürdige Stunde ein. Im Anschluß las Boris Koch kongenial ein gemeinschaftliches Werk aller drei Autoren zum Thema Stirnhirnliteratur vor. Christian von Aster wagte einen Blick in die Zukunft des StirnhirnhinterZimmers und verriet dabei Günnis Geheimnis, gelüftet von zwei lizensierten Kleinkriminellen. Nachdem die Autoren damit die Realität ausgemauert hatten, setzte Markolf Hoffmann seinen Zyklus um den Herzog zu Braunschweig und Lüneburg fort und berichtete von einer erotischen Intrige unter Alraunen.
Die Pause brachte zwar wenig Sauerstoff, aber viel Schwung in den ohnehin aufgeladenen Abend. Hoffmann brachte seine Alraunengeschichte zum Abschluß, von Aster konfrontierte seine bartlosen Zwerge mit vegetarischen Trollen, und Koch trug ein politisch gefärbtes Märchen vor, in dem eine Feenprophezeiung den Prinzen vor Taubenschiß warnt. Von Aster beschloß den Abend mit einer politischen Glosse, und Günni rief zur Teilnahme einer Demo gegen das Joch der Arbeit auf.
Politisch, selbstbezogen und kein bißchen erwachsen - 50 Jahre StirnhirnhinterZimmer! Auf daß die nächsten 50 Jahre ebenso verstirnt werden.

Nachtrag: Unser aller Günni hat anläßlich des 50. Jubiläums eine Rede nicht gehalten. Nachzulesen hier.   

12. März: Nach den Gartenzaunkriegen

Peace, Bruder! Die Zeit der großen Gartenzaunkriege ist vorbei, nun heißt es die Friedenspfeife mit Bohnenkraut und Gerbela zu rauchen. Die Friedensverhandlungen führten in diesem Monat Christian von Aster, Markolf Hoffmann und der stirnhirnerprobte Gast Johannes F. Kretschmann; Gegenstand derselben war unter anderem ein bizarrer Nachbarschaftsstreit mit den geheimnisvollen Dornbuschs (Hoffmann), eine krud-postfeministische SF-Fabel wider die Lustfeindlichkeit (Kretschmann) und ein Aufstand aller Rentner und Kleingärtner, die das deutsche Vereinswesen zur neuen Gesellschaftsform erheben (v. Aster).
Nach der Pause ward der Garten ausgejätet. Es folgte eine Islandgeschichte rund um die geheimnisvollen Zauberer von Strandir (Hoffmann) und eine Überwachungsgroteske um die gelungene Erschließung einer neuen Zielgruppe - den Konsumverweigern - (v. Aster). Anschließend begab sich der Namenlose Held auf Realitätssuche ("Gothic"-Profizocker Kretschmann), und ein kleiner Winnenden-Exkurs wurde anhand postalischer Lehrerschelte betrieben (v. Aster). So herrschte am Ende der Lesung friedliche Stimmung im Rosengarten ... und die berühmte Ruhe vor dem Sturm. Denn im April folgt das erstaunliche Jubiläum
50 Jahre Stirnhirnhinterzimmer.

12. Februar: Spitze Gegenstände

Quizfrage: Was macht man normalerweise mit spitzen Gegenständen? Richtig, Zombies aufspießen. Das Februar-HinterZimmer hatte damit sein wohl erstes Subthema, und zudem einen quicklebendigen Gast: Simon Weinert, der sich formidabel in die Spitzenklasse der Stirnhirnphantasten einreihte.
Zunächst: in einem apokalyptisch veränderten Berlin gehen zwei korrupte Zombiejäger mit gewetzten Messern auf Fleischsuche (Koch). Im Urlaub widmet sich ein junges Liebespaar hanebüchener Literatur und Zombiefights (Hoffmann). Der kleine Karlheinz verarztet ein sprechendes Reh, das sich an einem spitzen "C" den Huf verletzt hat (Weinert). Und ein gehemmter Möchtegern-Lover versemmelt sein eigenes Glück, als er sich mit dem Liebesgott und Dreikäsehoch Amor überwirft (v. Aster).
Ein messerscharfer Einstieg also. Auf die Spitze trieben es die Stirnhirnautoren und ihr Gast aber im zweiten Teil: Der Tod sitzt schniefend im ICE und beklagt den Verlust seines Stachels (Weinert). Der isländische Handelsort Básendar wird im Jahr 1799 von einer Springflut zerstört (Hoffmann). Und - nochmals zombieesk - die Lazarian Corporation versucht sich in einem heruntergekommenen Dorf in New Mexiko an üblen Experimenten - die natürlich mißglücken (v. Aster).
Spitzen Geschichten, die sich wie spitze Gegenstände tief ins Stirnhirn der lauschenden Zuhörer bohrten. Im März wird's dann pazifistischer, versprochen. 

8. Januar: In kalten Höhlen

-27 Grad in Berlin/Brandenburg, zufrierende S-Bahn-Türen - und trotzdem strömten sie herbei, die Besucher des StirnhirnhinterZimmers, um mit den Autoren des Stirnhirnjahr 2009 einzuleiten. Das frostige Thema schreckte sie nicht ab. Wie staunende Höhlenmenschen starrten sie auf die Flamme der phantastischen Literatur, die ein weiteres Mal in der Z-Bar entzündet wurde.
Und dann wurde es ganz kalt: Ein isländischer Bauernsohn verirrte sich auf ein Lavafeld und erkundete die kalten Höhlen im Hallmundarhraun (Hoffmann); in einem treibenden Eisberg machten zwei Fischer die größte archäologische Entdeckung des 21. Jahrhunderts - eine Armee prähistorischer Schneemänner (v. Aster); und ein Stubenhocker mit Wikipedia-Aversion lernt im Schlepptau seiner abenteuerlustigen Freundin Höhlen zu hassen (Koch).
Nach der Pause taute die Stimmung wieder auf. Ein verliebter Teufel gab sich ein Stelldichein (v. Aster), ein Drachentöter badete im Blut des erschlagenen Reptils und stieg zu spät aus der Wanne (Koch); v. Aster präsentierte weitere Höllensentenzen aus dem Buch "Höllenherz", und ein Steuerfachangestellter fand einen Topf mit Gold - der allerdings einem Gnom gehörte (Hoffmann).
Solchermaßen erwärmt strömten die Besucher aus der Z-Höhle hinaus in die kalte Nacht. Temperatur Berlin-Mitte: -7 Grad Celsius. Ein eisiger Jahresauftakt.